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Nach dem Start

Google Search Console einfach erklärt: Anleitung für kleine Betriebe

Kurz gesagt

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google. Es zeigt, wie Ihre Webseite in der Google-Suche abschneidet: bei welchen Suchbegriffen sie erscheint, wie oft sie angeklickt wird und ob Google alle Seiten aufnehmen kann. Sie richten sie einmal ein und bestätigen per DNS-Eintrag, dass Ihnen die Domain gehört. Danach reicht ein Blick im Monat auf vier Zahlen: Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position.

Was ist die Google Search Console?

Die Search Console ist so etwas wie Ihr Draht zu Google. Google zeigt Ihnen dort, wie es Ihre Webseite sieht: welche Seiten im Suchindex (dem Verzeichnis aller Seiten, die Google kennt) stehen, bei welchen Suchen Sie auftauchen und ob es technische Probleme gibt. Der Dienst ist kostenlos.

Das zeigt die Search Console

  • Wie oft Ihre Webseite in der Google-Suche erscheint und angeklickt wird
  • Bei welchen Suchbegriffen das passiert
  • Welche Seiten Google aufgenommen hat – und welche nicht
  • Warnungen bei Problemen, auch per E-Mail

Das zeigt sie nicht

  • Was auf Ihrer Webseite nach dem Klick passiert – dafür gibt es Statistikprogramme
  • Wie Sie bei Bing oder in KI-Assistenten wie ChatGPT dastehen
  • Einen Hebel für bessere Plätze – die Anmeldung allein verbessert nichts

Wichtig: Um bei Google zu erscheinen, müssen Sie sich nicht anmelden. Die Search Console zeigt vor allem, was ohnehin passiert – und hilft, wenn etwas hakt. Für die Einrichtung bauen Sie auch nichts in Ihre Webseite ein, das Besuche verfolgt.

So richten Sie die Search Console ein

  1. Mit dem Google-Konto des Betriebs anmelden

    Unter search.google.com/search-console – am besten mit demselben Konto wie Ihr Google-Unternehmensprofil, nicht mit dem privaten Konto einer einzelnen Person aus dem Team.

  2. „Domain“ als Property-Typ wählen

    Eine Property ist die Webseite, die Sie beobachten. Tragen Sie Ihre Domain ohne https und www ein, also ihr-betrieb.de. So sind alle Varianten Ihrer Adresse abgedeckt.

  3. Bestätigungs-Code beim Domain-Anbieter eintragen

    Google zeigt einen Text-Eintrag (TXT-Eintrag) an. Diesen tragen Sie im Kundenkonto Ihres Domain-Anbieters in den DNS-Einstellungen ein – oder lassen ihn eintragen.

  4. Bestätigen

    Zurück in der Search Console auf „Bestätigen“ klicken. Klappt es nicht sofort, später noch einmal versuchen – Änderungen an den DNS-Einstellungen brauchen manchmal etwas Zeit.

Wie Sie danach Ihre Sitemap einreichen (eine Liste aller Seiten) und was sonst beim Start hilft, steht in Neue Webseite bei Google sichtbar machen.

Zugang teilen, ohne das Passwort weiterzugeben

Ihr Betrieb bleibt Inhaber. Wer Ihnen hilft, etwa ein Webdesign-Büro, bekommt unter „Einstellungen“ → „Nutzer und Berechtigungen“ einen eigenen Zugang mit eingeschränkten oder uneingeschränkten Rechten. Den können Sie jederzeit wieder entziehen.

Die vier Zahlen im Leistungsbericht

Das Herzstück ist der Bericht „Leistung“. Oben stehen vier Kästchen mit Zahlen, darunter ein Verlauf und Tabellen. So lesen Sie die Kästchen:

Die vier Kennzahlen der Search Console, einfach erklärt (nach der Search-Console-Hilfe)
ZahlWas sie bedeutetWorauf Sie achten
KlicksWie oft jemand in den Google-Ergebnissen auf Ihre Webseite geklickt hatDie wichtigste Zahl: Das sind echte Besuche aus der Suche.
ImpressionenWie oft ein Link zu Ihrer Webseite in den Ergebnissen angezeigt wurde – also potenziell gesehenSteigen sie, findet Google Ihre Seite für mehr Suchen passend.
Durchschnittliche CTRDie Klickrate: Klicks geteilt durch Impressionen, in ProzentNiedrig bei vielen Impressionen? Seitentitel und Beschreibung prüfen.
Durchschnittliche PositionWo Ihre Webseite im Schnitt stand – 1 ist ganz obenEin Durchschnitt über alle Suchen, kein fester Platz.

Die Position rechnet Google so: Pro Suche zählt die beste Platzierung Ihrer Webseite. Stand sie bei einer Suche auf Platz 2 und bei einer anderen auf Platz 3, ist der Durchschnitt 2,5. Auch Auftritte in den KI-Übersichten und im KI-Modus der Google-Suche fließen in diese Zahlen ein.

Wie lesen Sie die Zahlen richtig?

  • Zeitraum anpassen: Voreingestellt sind die letzten drei Monate. Bis zu 16 Monate zurück lassen sich auswählen – so können Sie mit dem Vorjahr vergleichen. Das ist bei Saisongeschäft wichtig.
  • In die Tabellen schauen: Unter „Suchanfragen“ sehen Sie die Suchbegriffe, unter „Seiten“ die Unterseiten, die gefunden werden.
  • Firmennamen herausfiltern: Suchen nach Ihrem Namen findet Google fast immer. Mit einem Filter, der Suchanfragen mit Ihrem Namen ausschließt, sehen Sie, wie Sie bei Suchen nach Leistung und Ort abschneiden.
  • Die letzten Tage nicht überbewerten: Die neuesten Daten sind vorläufig und im Verlauf gepunktet dargestellt.

Wenn die Position „schlechter“ wird

Taucht Ihre Webseite plötzlich bei vielen neuen Suchen auf, oft erst weiter hinten, sinkt der Durchschnitt – obwohl Sie eigentlich sichtbarer geworden sind. Schauen Sie deshalb immer auf Klicks und Impressionen zusammen, nie nur auf die Position.

Seiten prüfen: Ist alles bei Google?

Im Bericht zur Seitenindexierung (im Menü unter „Seiten“) sehen Sie, welche Seiten Google aufgenommen hat und welche nicht – jeweils mit Grund. Dass einige Seiten nicht indexiert sind, ist laut Google normal, etwa bei doppelten Adressen oder Weiterleitungen. Wichtig ist nur: Ihre zentralen Seiten wie Startseite, Leistungen und Kontakt müssen dabei sein.

  1. Adresse prüfen

    Oben in die Suchleiste der Search Console die vollständige Adresse einer Seite eingeben. Das ist die URL-Prüfung.

  2. Ergebnis lesen

    „URL ist auf Google“ heißt: Die Seite ist aufgenommen. Andernfalls nennt Google den Grund.

  3. Bei Bedarf Indexierung beantragen

    Ist eine Seite neu oder stark überarbeitet, können Sie Google bitten, sie neu zu prüfen. Dafür gibt es ein Tageslimit, und eine Aufnahme ist nicht garantiert.

Fehlt Ihre Webseite ganz bei Google, helfen die Schritte in Webseite wird bei Google nicht gefunden.

Wann müssen Sie handeln?

Findet Google ein neues Problem auf Ihrer Webseite, schickt die Search Console eine E-Mail. Alle Nachrichten finden Sie außerdem oben unter dem Glockensymbol. Nicht jede Meldung ist dringend:

Meldungen in der Search Console nach Dringlichkeit
MeldungWas tun?
Sicherheitsprobleme (zum Beispiel gehackte Seite)Sofort handeln und Ihren Dienstleister oder Hosting-Anbieter informieren.
Manuelle Maßnahmen (eine Abstrafung durch Google-Mitarbeitende)Sofort ansehen. Google nennt den Grund; nach der Behebung können Sie eine Überprüfung beantragen.
Wichtige Seiten nicht indexiertZeitnah prüfen, ob ein Fehler dahintersteckt, etwa ein Serverfehler oder eine versehentliche Sperre.
Hinweise zu Core Web VitalsBei nächster Gelegenheit angehen – mehr in Ladezeit testen.

Einmal im Monat: Ihre Routine

Täglich hineinschauen müssen Sie nicht. Google selbst empfiehlt, etwa einmal im Monat nachzusehen – oder nachdem Sie etwas an Ihrer Webseite geändert haben. Eine Viertelstunde reicht:

  • Leistung: Klicks und Impressionen der letzten drei Monate mit dem Vorjahr vergleichen
  • Suchanfragen: Welche Begriffe sind neu, welche fehlen?
  • Seiten: Welche Seite hat viele Impressionen, aber kaum Klicks?
  • Seitenindexierung: Sind Startseite und Leistungsseiten aufgenommen?
  • Nachrichten: Gibt es neue Meldungen?
  • Kurz notieren, was Ihnen auffällt – nächsten Monat sehen Sie, ob sich etwas getan hat

Die Search Console ist ein Punkt auf der Liste für die regelmäßige Pflege. Was sonst dazugehört, zeigt Webseite pflegen und warten.

Gründer von LumGuard. Schreibt hier über das, was kleine Betriebe vor einer neuen Webseite wissen sollten – mit echten Preisen und ohne Werbeversprechen.

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