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Nach dem Start

Webseite pflegen und warten: Was regelmäßig anfällt

Kurz gesagt

Eine Webseite braucht zweierlei Pflege: technische Wartung – Updates, Sicherheit, Backups, SSL-Zertifikat, Domain und Erreichbarkeit – und aktuelle Inhalte wie Öffnungszeiten, Preise, Team, Fotos und Rechtstexte. Vieles davon läuft heute automatisch, muss aber kontrolliert werden. Für die Webseite eines kleinen Betriebs reicht meist ein kurzer Blick im Monat und eine gründliche Durchsicht im Jahr.

Wartung und Pflege: Was ist der Unterschied?

Beide Wörter werden oft gleich benutzt. Hilfreich ist die Trennung trotzdem, weil sich meist verschiedene Leute darum kümmern: um die Technik ein Dienstleister, um die Inhalte Sie selbst.

Wartung (Technik)

  • Software-Updates und Sicherheit
  • Backups (Sicherungskopien)
  • SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung
  • Domain-Vertrag und Hosting
  • Erreichbarkeit und Kontaktformular

Pflege (Inhalte)

  • Öffnungszeiten, Preise und Leistungen
  • Team, Fotos und Kontaktdaten
  • Impressum und Datenschutzerklärung
  • Defekte Links und veraltete Angaben
  • Abgleich mit dem Google-Unternehmensprofil

Bei einem Baukasten übernimmt der Anbieter einen großen Teil der Wartung, die Inhalte bleiben Ihre Aufgabe. Bei einer selbst betriebenen Webseite, etwa mit WordPress, kommt die Technik dazu. Haben Sie einen Dienstleister, sollten Sie wissen, welche der beiden Seiten er abdeckt.

Warum Updates und Sicherheit nicht warten können

Viele Webseiten laufen mit einem Content-Management-System (kurz CMS, ein Programm zum Verwalten der Inhalte) wie WordPress, oft ergänzt um Erweiterungen, die Plugins heißen. Weil sehr viele Betreiber dieselben Systeme nutzen, sind sie für Angreifer interessant. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist darauf hin, dass regelmäßig Lücken im System selbst und in Erweiterungen gefunden werden – und dass Angreifer eine veraltete Webseite unter Umständen beliebig verändern können.

Die Empfehlungen des BSI sind deshalb klar: System und alle Erweiterungen regelmäßig aktualisieren, wenn möglich mit automatischen Sicherheitsupdates, nicht benötigte Erweiterungen entfernen und regelmäßig Backups anlegen.

Baukasten oder eigenes System?

Bei Baukästen wie Jimdo oder Wix spielt der Anbieter die technischen Updates ein. Bei WordPress und ähnlichen Systemen auf eigenem Hosting sind Sie oder Ihr Dienstleister selbst zuständig. Fragen Sie im Zweifel nach, wer es bei Ihnen macht.

Backups, SSL und Domain: die unsichtbaren Pflichten

  • Backups: Sicherungskopien sollten automatisch entstehen und getrennt von der Webseite liegen. Wichtig ist nicht nur, dass es sie gibt, sondern dass sie sich zurückspielen lassen. Lassen Sie das einmal ausprobieren.
  • SSL-Zertifikat: Es sorgt für das Schloss im Browser und die Adresse mit https. Zertifikate laufen ab und müssen erneuert werden. Seit März 2026 werden sie mit kürzerer Laufzeit ausgestellt, bis 2029 sinkt sie schrittweise auf 47 Tage. Ohne automatische Verlängerung geht das kaum noch.
  • Domain: Ihre Adresse im Internet läuft über einen Vertrag. Wird er gekündigt oder nicht bezahlt, kann die Domain verloren gehen – samt E-Mail-Adressen. Prüfen Sie, auf wen sie eingetragen ist und ob die Zahlungsdaten stimmen.
  • Erreichbarkeit: Ein Überwachungsdienst (Monitoring) ruft die Webseite regelmäßig auf und meldet, wenn sie ausfällt. Ohne ihn merken Sie einen Ausfall oft erst, wenn jemand fragt.

Das Kontaktformular nicht vergessen

Ein Formular kann still kaputtgehen: Die Webseite läuft, aber Anfragen kommen nicht mehr an, etwa weil sich die E-Mail-Einstellungen geändert haben. Schicken Sie sich deshalb jeden Monat eine Testnachricht.

Wie Domain und E-Mail bei einem Wechsel erhalten bleiben, steht in Domain und E-Mail behalten.

Inhalte aktuell halten: Was Ihre Kundschaft sofort bemerkt

Technische Fehler sieht man selten. Veraltete Inhalte fallen dagegen sofort auf – und kosten Vertrauen. Achten Sie besonders auf:

  • Öffnungszeiten, auch an Feiertagen und in den Betriebsferien
  • Preise und Leistungen: Was ist neu, was gibt es nicht mehr?
  • Team: Sind alle Personen noch da, fehlt jemand?
  • Fotos: altes Firmenfahrzeug, früherer Standort, Bilder von vor zehn Jahren
  • Aktionen und Termine mit abgelaufenem Datum
  • Die Jahreszahl im Fußbereich der Seite
  • Links zu Partnern, Social-Media-Profilen und PDF-Dateien – führen sie noch ins Leere?

Ein Datum wie „Stand: März 2026“ ändern Sie nur, wenn Sie wirklich etwas überarbeitet haben. Auch Google versteht ein angezeigtes Datum als Zeitpunkt der Veröffentlichung oder einer wesentlichen Überarbeitung.

Ändert sich etwas, ändern Sie es überall: auf der Webseite und im Google-Unternehmensprofil. Widersprüchliche Öffnungszeiten an zwei Stellen verunsichern Ihre Kundschaft.

Impressum und Datenschutz: Wann müssen Sie nachbessern?

Das Impressum muss nach dem Digitale-Dienste-Gesetz (§ 5 DDG) leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein – und natürlich stimmen. Passen Sie es an, sobald sich Angaben ändern: Anschrift, Rechtsform, vertretungsberechtigte Personen, Registereintrag oder zuständige Kammer. Typisch ist ein Umzug oder der Wechsel in eine GmbH – dann ändern sich gleich mehrere Angaben auf einmal.

Die Datenschutzerklärung muss zu dem passen, was Ihre Webseite tatsächlich tut. Bauen Sie etwas Neues ein – eine Karte, ein Video, ein Buchungswerkzeug, ein Statistikprogramm oder einen Newsletter –, gehört das in die Datenschutzerklärung.

Keine Rechtsberatung

Ob Ihre Rechtstexte vollständig sind, klären Sie mit einer Fachstelle – etwa Ihrer IHK, Ihrer Handwerkskammer, Ihrem Berufsverband oder einer Rechtsberatung.

Checkliste: monatlich, vierteljährlich, jährlich

Was wann ansteht – als Vorschlag für eine kleine Betriebs-Webseite
WannTechnikInhalte
MonatlichUpdates eingespielt? Backup vorhanden? Testnachricht über das KontaktformularÖffnungszeiten, Aktionen, Termine · kurzer Blick in die Search Console
VierteljährlichWebseite auf dem Handy durchklicken · defekte Links suchen · Ladezeit testenLeistungen, Preise, Team und Fotos prüfen · Google-Unternehmensprofil abgleichen
JährlichDomain- und Hosting-Vertrag prüfen · Zugangsdaten aktualisieren · Backup einmal zurückspielen lassenImpressum und Datenschutzerklärung prüfen · alle Texte einmal lesen · Jahreszahlen

Tipp aus der Praxis

Tragen Sie sich die Termine fest in den Kalender ein, etwa am ersten Montag im Monat. Was keinen Termin hat, wird erfahrungsgemäß vergessen.

Wie Sie die Ladezeit selbst messen, steht in Ladezeit der Webseite testen, was Ihnen die Zahlen bei Google sagen, in Google Search Console einfach erklärt.

Selbst machen oder einen Wartungsvertrag abschließen?

Selbst machen

  • Passt, wenn der Anbieter die Technik übernimmt, etwa beim Baukasten
  • Kostet vor allem Zeit und etwas Übung
  • Risiko: Updates werden aufgeschoben, Prüfungen vergessen

Vertrag mit Dienstleister

  • Technik läuft im Hintergrund, Sie kümmern sich um Ihren Betrieb
  • Feste monatliche Kosten statt Einzelrechnungen
  • Wichtig: genau lesen, was enthalten ist

Stellen Sie jedem Angebot diese Fragen:

  • Welche Updates sind enthalten – auch für Erweiterungen?
  • Wie oft gibt es Backups, und wo liegen sie?
  • Wird die Erreichbarkeit überwacht?
  • Sind inhaltliche Änderungen enthalten, und wie viele?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und wie wird gekündigt?
  • Wem gehören Domain und Zugänge, und was passiert nach einer Kündigung?

So läuft Pflege und Wartung bei LumGuard

Im Webseiten-Betrieb für 29 € im Monat sind enthalten: Hosting, SSL & Backups, Domain & technische Updates, 1 E-Mail-Postfach, Sicherheit & Monitoring. Wer Änderungen nicht selbst organisieren möchte, wählt Betrieb + Pflege für 59 € im Monat – mit bis zu 5 kleinen Änderungen pro Monat an vorhandenen Texten, Bildern, Öffnungszeiten und Kontaktdaten. Neue Seiten oder neue Funktionen gehören nicht dazu; dafür bekommen Sie vorher ein Angebot.

Beides ist monatlich kündbar · keine mindestlaufzeit. Die ersten 3 Monate Webseiten-Betrieb sind im Preis jeder neuen Webseite enthalten; wer gleich Betrieb + Pflege wählt, zahlt in dieser Zeit nur den Aufpreis von 30 € im Monat. Was Ihnen gehört und wie das im Vergleich zu einer Mietwebseite aussieht, zeigt Webseite mieten oder kaufen?.

Gründer von LumGuard. Schreibt hier über das, was kleine Betriebe vor einer neuen Webseite wissen sollten – mit echten Preisen und ohne Werbeversprechen.

In jedem Webseiten-Paket3 Monate Betrieb inklusive